Mousele Chickz

Als waschechter Widder 1967 in Rheinhessen geboren bin ich durch meinen 5 Jahre älteren Bruder schon früh zur Musik gekommen und vor allem Queen wurde bei uns rauf und runter gehört. Da meine Mutter außerdem den folgenschweren Fehler machte mir früh einen Radiowecker zu schenken („ich renne dir nicht hinterher, du musst lernen aufzustehen“), bin ich auf AFN gestoßen und habe jeden Abend leise unter der Bettdecke die Wolfman Jack Show gehört – was das Aufstehen nicht gerade erleichterte….

Beim Freund einer, äußerst frühreifen, Freundin habe ich dann zum ersten Mal KISS gehört und die von ihm überspielte Cassette (quasi der Vorläufer von Napster…) mit der KISS Alive II war wie eine Offenbarung für mich. Dass mir in der Charts Hitparade, neben den typischen Disco-Hits, auch AC/DC und Judas Priest gefielen habe ich mich erst einmal gar nicht getraut zu erzählen. Spätestens als ich, mir völlig endcool vorkommend, mit dem Demo einer von mir neu entdeckten Band in der Schule ankam und nur noch das Pornokino von den Crackers vor mich hingesungen habe, klebte an mir das „nicht normal“ Etikett und ab da war eh alles egal.

1984 kam die erste Ausgabe des Metal Hammers heraus und der Besuch beim Monsters of Rock 1984 in Karlsruhe war ein Erlebnis, das mein Leben verändert hat. Ich sag nur Mötley Crüe!! Konzertbesuche standen von da an zwar ständig auf der Tagesordnung, aber vor allem für meine Vorliebe für Poser-Metal fehlten mir immer noch die Mitstreiter. Als sich Anfang der 90er die Szene komplett veränderte, in unseren Stammläden nichts mehr los war und plötzlich irgendwelche Menschen mit Strickjacken und fettigen Haaren angesagt waren, beschloss ich, dass es Zeit ist erwachsen zu werden, habe meine „Live after Death“ Flagge von der Heckablage im Auto entfernt und das Pretty Maids Sweatshirt weggeworfen. Die Fahne habe ich ersetzt, das Sweatshirt ärgert mich heute noch!!

Denn als ich 1996 zufällig Wind bekam von der KISS Reunion Tour, war ich völlig aus dem Häuschen und spürte, dass da noch ein Rocker in mir lebt.

Aber so richtig austoben kann der sich erst seit 2004, als ich mit den Rock Chicks Menschen gefunden habe, die so ticken wie ich. So ist es als quasi Rock-Chick der ersten Stunden nur konsequent, dass ich mich auch dem Rock Chicks Radio verbunden fühle.

Allerdings nicht als DJ, sondern in Wort und Schrift. Mit Verfassen von Reviews, Blogs, Übersetzungen, als Bang-your-Head-Beauftragte, und Klugscheisserei in Sachen Rechtschreibung.